Wenn Marina nicht gerade bei Arturo in der Bibliothek saß, um die Mauern seines Schweigens Stein für Stein abzutragen, fand man sie entweder bei Adelina – beim Schwimmtraining, in den Tanzstunden – oder in der wohligen Wärme der Küche bei Mia. Seit der kleine Junge sie so verzweifelt um Hilfe gebeten hatte, hatte sie sich eine Auszeit genommen. Doch es war eine Auszeit von der glitzernden Fassade der Geschäftswelt, nicht aber von der unerbittlichen Arbeit des „Roy“ – das war eine völlig andere Welt, die keine Pausen kannte. Was Wolf betraf, so herrschte zwischen ihnen ein ungeschriebenes Gesetz des Schweigens über jene Nacht, in der sein Zorn die Hamiltons wie ein Orkan hinweggefegt hatte. Er sprach nie darüber, und sie, in ihrer unendlichen Diskretion, fragte nicht. Ihre Gespräche in den

