Nachwort des Übersetzers

896 Worte

Nachwort des ÜbersetzersEs war am 8. Mai 1880. Flaubert hatte die Tage gezählt bis zur Beendigung von „Bouvard und Pécuchet“, da nahm ihm der Tod die Feder aus der Hand. Aufgeschlagen lag das Manuskript dieses Werkes auf seinem Schreibtisch, als sein großes edles Herz den letzten Schlag tat. Es ist das literarische Testament Flauberts. Es ist die Rache, die er an seinem Jahrhundert nahm. All den Ingrimm, die Wut, die Galle, die er seiner Zeit gern ins Gesicht gespien, hatte er ein ganzes langes Leben hindurch hinabgewürgt. Es war ein heroischer Verzicht, — der Kunst zuliebe. Denn er verachtete das Schaffen aus Affekt, fand es klein und erbärmlich, sein persönliches Leid in das Werk zu tragen. „Je prépare mon vomissement“, so nennt er es, als er an die Vorarbeiten zu diesem letzten Werke

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