Der Regen hatte nicht aufgehört. Er prasselte in heftigen, schrägen Strömen herab und verwandelte die Weinberge in Flüsse aus Schlamm und Schatten. Flutlichter schnitten schmale Tunnel durch die Dunkelheit, fegten über Rebreihen und Steinmauern, Wachen bewegten sich in langsamen, bewaffneten Patrouillen. Doch die Luft fühlte sich immer noch beobachtet an. Matthias stand auf der Terrasse, wo der Handabdruck noch immer das Glas befleckte, sein Hemd klebte an seiner Haut, sein Puls hämmerte wie ein Trommelschlag unter dem Tosen des Sturms. Hinter ihm durchsuchte Helenas Team erneut die Protokolle des Sicherheitssystems, und jede Codezeile bestätigte dieselbe unmögliche Tatsache: Wer auch immer diese Spur hinterlassen hatte, hatte keinen einzigen Sensor ausgelöst. „Er ist in unserem Netz“,

