Das Feuer war seit weniger als zwei Stunden gelöscht, doch das Anwesen atmete noch immer Rauch. Jeder Korridor trug den Geruch von verbrannter Eiche und Ruinen in sich. Schwarze Streifen liefen die Kellerwände hinunter, und ein grauer Dunst hing tief über den Weinbergen – die Geister von Generationen, die sich in den Boden brannten. Matthias hatte nicht geschlafen. Er hatte auch nicht gesprochen. Er stand noch lange, nachdem das letzte Feuerwehrauto weg war, im Hof, sein durchnässtes Hemd klebte an den scharfen Linien seines Körpers, seine Knöchel waren wund geschürft vom Aufbrechen der Kellertore, als diese klemmten. Der Brunnen plätscherte noch immer, Regen vermischte sich mit Asche, doch jedes Geräusch in der Luft fühlte sich falsch an – als würde die Welt in der falschen Sprache fl

