Der Regen hatte nicht aufgehört, sie zu verfolgen. Er prasselte in Wellen gegen die Windschutzscheibe und verwischte die Straße in Streifen aus Licht und Bewegung. Die Scheibenwischer schnitten schmale Blicke auf die Welt vor ihnen – das schwarze Band der Autobahn, die vorbeiziehenden Bäume, die Spiegelung blauer Scheinwerfer im Rückspiegel. Matthias’ Hände umklammerten das Lenkrad fest. Sein Kiefer war angespannt, die Augen auf die dunkle Straße gerichtet, als könnte allein das Lenken alles vor dem Auseinanderfallen bewahren. Emma saß neben ihm, der Sicherheitsgurt schnitt ihr in die Rippen, ihr Puls war noch immer unregelmäßig vom Feuer, vom Rauch, von ihm. Keiner sagte ein Wort. Die Stille zwischen ihnen war dicht, aber nicht leer – sie pulsierte von allem Unausgesprochenen, von alle

