Die Welt kehrte in Fragmenten zu Charlotte zurück. Licht. Metall. Das leise Summen eines Generators irgendwo hinter ihr. Das scharfe Brennen von Blut, das auf ihrer Wange trocknete. Als sie die Augen öffnete, tauchte die Decke des Lagerhauses in ihrem Blickfeld auf – hoch, verrostet, Stahlrippen im Schatten verloren. Die Luft war kalt, d**k von Öl und feuchtem Rauch. Irgendwo in der Ferne trommelte Regen auf Wellblech, stetig und gnadenlos. Ihre Handgelenke waren an den Stuhl gefesselt, Seile schnitten in ihre Haut. Sie versuchte sich zu bewegen – Schmerz zuckte durch ihre Arme. Dann hörte sie es. Schritte. Langsam, bedächtig. Der Rhythmus, den sie nur zu gut kannte. „Endlich wach“, sagte Julian. Er tauchte aus der Dunkelheit auf, als hätten die Schatten ihn selbst geformt – maßges

