Im Morgengrauen brach der Sturm endlich los. Graues Licht fiel durch die hohen Fenster des Anwesens und fiel wie zerknitterte Seide über den Marmorboden. Der Regen hatte aufgehört, doch die Luft roch noch nach Rauch und Metall – Überbleibsel der Nacht, die sich nicht verflüchtigen wollten. Im Hauptkontrollraum stand Matthias vor einer Reihe von Monitoren und Datenträgern. Sein Hemd war noch feucht vom Einsatz, die Ärmel hochgekrempelt, jede Bewegung bewusst. Um ihn herum summte der Raum vom leisen Summen der Computer und dem abgehackten Gemurmel des Sicherheitsteams. Emma trat leise ein. Sie hatte nicht geschlafen. Die schwachen Ringe unter ihren Augen sprachen für sich – ebenso wie ihre straffen Schultern. Charlotte war in Sicherheit, sediert im medizinischen Flügel des Anwesens. Die

