Das Anwesen Falkenberg war morgens immer still gewesen – doch diese Stille war anders. Es war keine Ruhe. Es war Wachsamkeit. Wachen bewegten sich wie Schatten über die Kiesauffahrt. Drohnen summten leise über dem äußeren Gelände. Die Eingangstore, die normalerweise zum weitläufigen See hin offen standen, waren nun mit neuen biometrischen Codes fest verschlossen. Jede Tür, jede Kamera, jeder Zugangs- und Ausgangsweg war vor Sonnenaufgang unter Matthias’ Kommando neu kalibriert worden. Das Anwesen hatte sich über Nacht in eine Festung verwandelt. Vom Balkon seines Büros aus beobachtete Matthias, wie der Regen den Waldrand verschwimmen ließ. Sein Spiegelbild im Glas sah eher wie ein Soldat als wie ein CEO aus – die Zähne angespannt, die Schultern gestrafft, die Ärmel bis zu den Ellbogen

