Kapitel 58 – Helenas Beinahe-Tod

2970 Worte

Der Nebel war an diesem Morgen dichter als sonst – so dicht, dass er Geräusche verschluckte und Entfernungen verwischte. Die Zürcher Hügel wurden zu blassen Geistern, halb im Weiß verewigt. Helena fuhr vorsichtig, die Finger fest um das Lenkrad gepresst, die Scheinwerfer durchschnitten den weißen Vorhang in schmalen, zitternden Strahlen. Sie hatte das Anwesen in Falkenberg vor Sonnenaufgang verlassen, zu unruhig, um zu warten. Die Explosion im Lagerhaus hallte noch immer in ihrem Kopf wider – ein Funke, den Julian entzündet hatte, eine Botschaft, die niemand ignorieren konnte. Sie musste den Schaden selbst sehen. Um zu bestätigen, dass er nicht so schlimm war, wie in den Berichten beschrieben. Um etwas zu tun. Ihr Telefon vibrierte einmal auf der Konsole – Matthias. Sie zögerte, dann a

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