Kapitel 57 – Unternehmensverrat

3120 Worte

Der Zürcher Sitzungssaal schimmerte in falscher Ruhe. Glaswände umrahmten eine Stadt, die zu hell strahlte, als ahnte sie nicht, dass innerhalb dieser Mauern Krieg ausbrechen würde. Die Luft summte von Flüstern, dem Klicken von Stiften, dem leisen Rascheln von Anzügen – all das übertönte, was alle kommen sahen. Matthias stand am Kopfende des Tisches, seine Haltung war von Zurückhaltung geprägt. Sein Anzug war makellos, seine Stimme ruhig, aber sein Blick – sein Blick war kalt genug, um selbst die murmelnden Mitarbeiter an der Tür zum Schweigen zu bringen. „Der Umstrukturierungsvorschlag ist keine Bitte“, sagte er. „Er ist eine Notwendigkeit. Wer glaubt, wir könnten ein weiteres Viertel von Julians Sabotage ohne ihn überstehen, täuscht sich.“ Erik Weller rutschte unruhig zwei Plätze wei

Kostenloses Lesen für neue Anwender
Scannen, um App herunterzuladen
Facebookexpand_more
  • author-avatar
    Schriftsteller
  • chap_listInhaltsverzeichnis
  • likeHINZUFÜGEN