Das ganze Wochenende hatte ich damit verbracht, mir Professor Kellers Lächeln nach meinem Vortrag immer und immer wieder vor Augen zu rufen. Dieser eine Blick hatte mich auf ein gefährliches Hoch katapultiert; ich war fest davon überzeugt, endlich alles richtig gemacht zu haben. Doch jetzt, wo es Montag war, verknotete sich mein Magen vor Unbehagen. Ein Lächeln änderte nichts daran, wie schutzlos ich mich vor ihm gefühlt hatte. Trotzdem ließ ich mir beim Fertigmachen Zeit. Ich drehte mir lockere Wellen ins Haar und entschied mich für einen türkisfarbenen Vokuhila-Rock mit einem engen schwarzen Top. Lässig, aber süß. Das Outfit, von dem ich hoffte, dass es seinen Blick erneut einfangen würde. Ich schlüpfte in meine Sandalen und machte mich auf den Weg, bevor ich es mir anders überlegen kon

