30 Sara In der Dusche ist er sehr sanft zu mir, seine Berührung ist zärtlich und unerwartet platonisch, als er mich von Kopf bis Fuß wäscht. Ich stehe still da, das ist alles, was ich in diesem Moment tun kann – einfach dastehen. Nichts interessiert mich in diesem Moment, weder meine Nacktheit noch seine. Jetzt, da der emotionale Sturm vorüber ist, fühle ich mich leer, und ein erschöpfter Nebel betäubt meine Gedanken und Gefühle. Ich bin jenseits von Verlangen, von Angst und Furcht, und alles, was existiert, sind Schuldgefühle. Furchtbare, zerstörerische Schuldgefühle wegen des Wissens, dass zwei Männer meinetwegen gestorben sind. Sie sind gestorben, weil ich einen Mörder in mein Leben gelassen und seine Besessenheit genährt habe. Das ist mir jetzt klar, so offensichtlich, dass ich ni


