Kapitel 11 Ich irrte ziellos durch den Wald. Dichter Nebel waberte über den laubbedeckten Boden und griff mit nasskalten Fingern nach meinem Rocksaum. Ich hatte in dem Nebel vollkommen die Orientierung verloren. Die Luft war nass und kalt. Das Haar klebte mir feucht im Gesicht und ich wischte die lästigen Strähnen mit einer fahrigen Bewegung weg. Mein Herz schlug wild in meiner Brust. Ich wurde verfolgt. Jemand war hinter mir her, ich konnte seinen keuchenden Atem hören. – Oder war es mein eigener? Eine Baumwurzel brachte mich zum Stolpern und ich fiel der Länge nach hin. Der Aufprall raubte mir für einen Moment den Atem und ich brauchte kostbare Sekunden, wieder zu Atem zu kommen, ehe ich mich mit zittrigen Knien und aufgeschürften Händen wieder aufrappelte und weiterlief. Zweige schluge

