Alte Wunden, neue Narben-1d

1119 Words

Isla klammerte sich an meinen Ärmel, als könnte sie seinen Atem noch immer in ihrem Nacken spüren. „Ich bin nicht gerannt“, flüsterte sie. „Es hat mich einfach … losgelassen.“ Ich drehte mich um und suchte die Bäume ab. „Nein. Es wollte, dass du es hierher führst.“ Sie zuckte zusammen. „Zu dir?“ „Zu uns.“ Der Nebel bewegte sich nun unnatürlich – er kräuselte sich *gegen* den Wind. Jeder Schleier kroch näher, wie Finger, die durch den Staub kratzen. „Was will es?“, fragte sie. Ich antwortete nicht. Denn tief in meinem Inneren wusste ich es bereits. Die Höhle *will* nicht. Sie *beansprucht*. „Komm schon“, sagte ich und zog sie hinter mir her. „Wir können nicht hierbleiben.“ Wir rannten durch die Bäume, duckten uns unter tief hängenden Ästen hindurch, der Schlamm rutschte unter un

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