Die verbotene Verbindung-1

1308 Words

Der Wald verschlang mich ganz. Jeder Baum schien höher zu sein. Jeder Schatten dehnte sich länger aus. Und mit jedem Schritt pulsierte das Siegel auf meiner Haut, wie ein zweiter Herzschlag unter meinen Rippen. Es pulsierte rhythmisch, scharf und langsam, als riefe es nach mir. Oder vielleicht … als trauerte es. Meine Brust schnürte sich zusammen. Ich konnte nicht sagen, ob es Angst oder Trauer war – vielleicht beides. Die Verbindung zwischen Kael und mir hatte sich nie zuvor still angefühlt. Selbst in der Stille, selbst in der Trennung, war da immer dieses Summen zwischen uns. Ein Faden, dünn, aber lebendig. Jetzt fühlte er sich … ausgefranst an. „Bitte“, flüsterte ich zu den Bäumen. „Lasst ihn leben. Lasst ihn irgendwo sein.“ Der Wind antwortete nicht. Nur das leise Knirschen meiner

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