Blut und Verrat-1b

1185 Words

Das Heulen wollte nicht verstummen. Es dehnte sich aus – hoch, schrill, guttural – ein Versprechen und ein Fluch. Dann wurde es erwidert. Ein Ruf. Dann noch einer. Dann ein Dutzend. Tief, guttural und viel zu nah. Das Rudel geriet in Panik. Ich trat vor, mein Herz raste. „Sie greifen nicht an“, sagte ich und fixierte die Bäume hinter dem Bergrücken. „Sie umzingeln uns.“ „Sie warten auf etwas“, flüsterte Isla neben mir. „Oder auf jemanden“, murmelte ich. Jeric, immer noch gegen den Stein gelehnt, hustete. „Sie sagten, es würde heute Nacht passieren. Dass die Schlucht ein Zeichen geben würde.“ Ich drehte mich um und funkelte ihn an. „Welches Zeichen?“ Er antwortete nicht – er war zu sehr auf Isla konzentriert. Ihre Haut begann wieder schwach zu leuchten, das spiralförmige Mal

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