Die Luft war hier kälter – wo die Bäume Geheimnisse flüsterten und das Mondlicht sich zu sehr fürchtete, den Boden zu berühren. Ich konnte sie spüren, bevor ich sie sah. Die Geisterwölfe. Ihre Gegenwart glitt wie Frost über meine Haut und kroch in die Ritzen meiner Seele, die ich längst verschlossen glaubte. „Kael …“ Ihre Stimmen waren kein Klang, sondern Erinnerung. Reue. Schmerz. Sie bewegten sich nicht wie normale Wölfe. Sie schimmerten. Flackerten. Als hielte die Realität sie nur mit Mühe fest. Ich trat in den Steinkreis, mein Herz pochte mir wie eine Warnung gegen die Rippen. „Du hast mich gerufen. Ich bin gekommen.“ Einer trat vor die anderen. Seine Augen waren keine Augen – sie waren Stürme, die vor alter Wut tobten. „Du trägst das Blut des ersten Alphas. Und das Mal des zerbroch

