Das Feuer brannte nur noch schwach. Rauch stieg wie Geister zwischen uns auf und kräuselte sich zum mondlosen Himmel. Ich saß nun allein da – Kael war zu den verbliebenen Ältesten gegangen, doch meine Gedanken kreisten unaufhörlich. Zwei Tode. Ein Name. Meiner. Mit zitternden Fingern fuhr ich die Konturen des Siegels auf meiner Haut nach. Die Linien waren heiß – sie glühten selbst ohne Flamme. Es tat nicht weh, nicht direkt. Aber es fühlte sich an, als wäre es … lebendig. Als atmete es mit mir, pulsierte leise im Einklang mit meinem Herzschlag. Was bist du?, dachte ich. Keine Antwort. Nur Stille. Schwerer als jedes Geräusch. „Isla.“ Ich drehte mich um. Kael stand am Rande des Feuerscheins, seine Augen undurchschaubar. „Sie haben Angst vor mir“, sagte ich, bevor er etwas sagen konnt

