Vom Abgrund berührt-1

855 Words

Die Stille, nachdem die Stimme verklungen war, war schlimmer als der Klang selbst. Ich spürte sie noch immer – ein Summen unter meiner Haut, wie ein Fluch, der noch nicht ausgesprochen war. Isla stand neben mir, ihre Hand so fest umklammert meine, dass es einen blauen Fleck gab. Die Nacht fühlte sich aufgerissen an, etwas Altes kroch knapp unter der Oberfläche. „Ich will dich nicht verlieren“, flüsterte sie. Ihre Stimme traf etwas in mir, das mich tief berührte. Ich sah sie an – wirklich an – Mondlicht malte silbern über ihre Wangenknochen, ihre Lippen waren vor Angst geöffnet, die sie nicht zu verbergen suchte. Sie war jetzt keine Kriegerin mehr. Keine Gefährtin. Nicht die Auserwählte der Prophezeiung. Sie war einfach nur … Isla. Und ich liebte sie mehr, als ich je etwas gefürchtet h

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