Sobald wir den Schimmer durchschritten hatten, sank ich zu Boden. Meine Knie schrammten über den Stein, doch ich spürte es nicht – nicht über den brennenden Schmerz in meiner Brust. Das Siegel war verblasst, aber sein Nachhall pulsierte mit etwas Tieferem. Etwas Lebendigem. Kael legte Lior sanft ins Gras und strich ihm die feuchten Locken von der Stirn. Das Kind regte sich und flüsterte etwas mit so leiser Stimme, dass es mir das Herz brach. „…Ich wollte nicht gehen…“ „Ich weiß“, flüsterte ich und zog ihn in meine Arme. „Ich weiß, mein Schatz.“ Kael hockte sich neben mich. „Was auch immer das war, es war nicht nur ein Geist. Es war in ihm.“ Ich sah Kael in die Augen und spürte, wie sich etwas in mir veränderte. Ein zerbrechlicher Teil. Ein Teil, der sich lange unter Pflicht, Kampf und

