Die Nachtluft war gespannt. Die Docks erstreckten sich vor ihnen, dunkel und still, nur das gelegentliche Knarren der Holzplanken unter ihren Füßen war zu hören. Die Meereswellen schwappten sanft ans Ufer, ein starker Kontrast zu dem Sturm, der sich unter den Männern zusammenbraute, die im Schatten warteten. Adrian stand am Rand des Piers, sein Mantel flatterte leicht im Wind. Seine scharfen Augen hefteten sich auf die fernen Lichter eines sich nähernden Frachtschiffs, die Finger an seinen Seiten bewegten sich. Die Lieferung verlief planmäßig, aber irgendetwas fühlte sich komisch an. „Alles an Ort und Stelle?“, fragte er mit ruhiger, aber stählerner Stimme. Matteo, der neben ihm stand, nickte. „Ja. Unsere Leute sind überall postiert. Das Schiff legt in zehn Minuten an. Wir laden ab, bee

