**Kapitel Neun**

1268 Words

Die Sonne hing tief am Himmel und warf lange Schatten über das Anwesen der Russos. Selena streifte durch die Gärten, ihr Kopf schwer von unbeantworteten Fragen. Jeder Schritt fühlte sich an wie ein Marsch tiefer in ein Labyrinth aus Betrug und Gefahr. Adrian war den ganzen Morgen über distanziert gewesen, aber Selena wusste es besser, als zu glauben, er würde sie nicht beobachten. Er war immer da. Seine Präsenz schwebte wie ein Geist über allem – unmöglich zu ignorieren. „Selena.“ Seine Stimme kam von hinten, tief und ruhig. Sie drehte sich um, ihr Puls beschleunigte sich. Adrian stand nur wenige Schritte entfernt, sein dunkler Anzug makellos, sein Gesichtsausdruck undurchsichtig. „Geh mit mir.“ Sie zögerte, nickte dann. Schweigend schlenderten sie über den Kiesweg, das Knirschen ihrer

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