Selena stürmte den Flur entlang, ihr Atem ging stoßweise. Jeder Schritt, den sie von Adrians Zimmer entfernte, fühlte sich wie ein Sieg an. Ihre Wut brannte hell in ihrer Brust und übertönte den Schmerz, der sich einzuschleichen drohte. Sie würde nicht um ihn weinen – nicht heute Nacht, nie wieder. Als sie die Ecke des Flurs erreichte, wäre sie beinahe mit einem jungen Dienstmädchen zusammengestoßen, das einen Stapel gefalteter Handtücher trug. Das Mädchen keuchte auf und blickte mit weit aufgerissenen Augen zu Selena auf. „Ma’am“, stammelte das Dienstmädchen und rückte die Handtücher in ihren Armen zurecht. „Ist alles in Ordnung?“ Selena straffte die Schultern und zwang sich, mit ruhiger Stimme zu sprechen. „Alles in Ordnung. Ich brauche heute Nacht ein anderes Zimmer zum Schlafen. Kön

