Selena erwachte langsam, eingehüllt in eine warme Decke. Sie blinzelte desorientiert und ließ ihren Blick durch die schwach beleuchtete Bibliothek schweifen. Das Flackern des Kerzenlichts warf sanfte Schatten an die Wände, und der Raum war still. Nach ihrem langen, anstrengenden Gespräch mit Matteo war sie in einem der Stühle eingeschlafen. Ihr Körper schmerzte vom langen Sitzen, und die sanfte, wohltuende Stille der Bibliothek hatte sie in einen tiefen, ungeplanten Schlaf gelockt. Die Decke, die sie nun bedeckte, fühlte sich wohlig an, obwohl sie es nicht bemerkt hatte, als sie über sie gelegt worden war. Ihre Finger streiften den Stoff, aber das war ihr jetzt egal. Was zählte, war Adrian – sie brauchte Antworten, und zwar sofort. Ihre Gedanken wirbelten, als sie aufstand und ihre steife

