Der Winter brach in jenem Jahr mit einer Kälte herein, die selbst die silbernen Bäume erzittern ließ. Der Schnee fiel nicht sanft, sondern in dichten, peitschenden Schleiern, die den Horizont verschluckten und die Welt in ein weißes, erstickendes Schweigen hüllten. Die Früchte an den Ästen froren ein, ihre blaue Glut erlosch zu einem stumpfen Grau, als hätte etwas die Wärme aus dem Land gesaugt. Das Rudel spürte es in den Knochen: eine Unruhe, die tiefer ging als jede vergangene Bedrohung. Das Lied, das so lange klar und vollständig geklungen hatte, bekam Risse. Winzige, fast unhörbare Dissonanzen, die nur Luna hörte. Das Kind kam in der dunkelsten Nacht des Jahres zur Welt. Jasmine schrie nicht laut. Ihre Schreie waren tief, animalisch, ein Grollen, das durch die Festung hallte wie fern

