KAPITEL ELF Am nächsten Morgen hatte Emily nicht einmal genug Zeit, ihren Schlafanzug gegen richtige Kleidung zu tauschen, als sie die Türklingel hörte. Während sie die Treppe hinuntereilte, kehrten ihre Gedanken zu dem vergangenen Abend zurück. Sie hatte sehr schlecht geschlafen und sich in den Schlaf geweint. Jetzt fühlte sie sich schrecklich und es war ihr ziemlich peinlich, dass sie Daniel ihrem Gefühlsausbruch ausgesetzt und ihn mit sich gezogen hatte. Und dann gab es ja auch noch diesen Kuss, der nie stattgefunden hatte. Sie wusste nicht, ob sie ihm noch in die Augen schauen konnte. Sie erreichte die Tür und zog sie auf. „Du bist früh dran“, bemerkte sie lächelnd in dem Versuch, sich normal zu verhalten. „Ja“, antwortete Daniel, der vor der Tür von einem Fuß auf den anderen trat.

