Graces Sicht Am Morgen nach dem Familienessen wachte ich vom leisen Stimmengewirr im Flur neben meinem Zimmer auf. Helenas kontrolliertes Flüstern, dann Hunters tiefere Stimme … ihre Worte undeutlich, aber die Spannung unübersehbar. Toll. Nichts ist schöner, als in einem fremden Haus von Ehestreitigkeiten geweckt zu werden. Ich hatte es schon gestern Abend beim Essen bemerkt, diese subtile Reibung unter ihrer glatten Oberfläche. Wie Hunter sich Helenas Manipulationen widersetzt hatte. Wie sie sich so sehr bemüht hatte, ihr perfektes Ehefrauen-Image aufrechtzuerhalten. Irgendetwas stimmte nicht zwischen ihnen. Die Stimmen verstummten, gefolgt vom Geräusch sich entfernender Schritte. Ich warf einen Blick auf mein Handy: 6:45 Uhr. Zu früh für Helena, um freiwillig aufzustehen, es sei denn

