KAPITEL ZWÖLF Der Dienstag zog verschwommen an Emily vorbei. Sie fühlte sich, als ob sie den ganzen Tag damit verbrachte, aus dem Fenster auf den unerbittlichen Schnee zu starren, in dem Versuch, nicht zu weinen und sich zu wünschen, es würde endlich aufhören zu schneien. Sie fühlte sich so verloren und einsam und vermisste ihre Familie so verzweifelt. Als die Krankenschwester kam, um ihr etwas Blut abzunehmen, sah Emily mit hoffnungsvollen Augen zu ihr auf. „Wann werde ich entlassen?“, fragte sie. „Morgen ist der letzte Schultag meiner Tochter vor den Ferien und ich will wirklich für sie da sein.“ Die Krankenschwester schüttelte den Kopf, verständnisvoll für ihre Misere, aber unerbittlich. „Es tut mir leid. Es wäre einfach nicht sicher. Selbst wenn die Straßen geräumt wären, würden wi

