Kapitel 5 Ich erwache, weil sich unter mir der Boden bewegt. Draußen heult der Wind, ein eisiger Lufthauch küsst meine Wange. Um mich herum höre ich dumpfes Grollen. Ich setze mich auf in der Dunkelheit. Ich bin auf dem Dachboden, liege alleine auf der einfachen Matratze. Über mir knirscht es. Läuft da etwas auf dem Dach herum? „Hallo?“ Nur der stürmische Wind antwortet. Ich stehe auf, versuche meinen Knöchel nicht zu belasten, und hüpfe auf einem Bein zu dem kleinen Dachfenster. Nichts zu sehen; es liegt unter einer dicken Schneedecke. Wieder stöhnt das Dach, die Holzbalken geben Geräusche von sich, die mich nicht gerade beruhigen. Ist es hier noch sicher? Der kalte Luftzug lässt mich erschauern, und ich hüpfe ihm entgegen auf die andere Seite des Dachbodens. Kein Wunder, dass es hie

