Kapitel 25

1514 Words

25 Julian Zuerst nehme ich nur Dunkelheit und Schmerzen wahr. Schmerz, der mich zerreißt. Schmerz, der mich von innen zerstört. Die Dunkelheit ist leichter zu ertragen. Dort gibt es keinen Schmerz, nur Erleichterung. Trotzdem hasse ich dieses Nichts, welches mich vereinnahmt während ich mich in diesem dunklen Zustand befinde. Ich hasse diese Leere des Nicht-Existierens. Je mehr Zeit vergeht, desto mehr sehne ich mich nach dem Schmerz, weil er das Gegenteil dieser Leere ist – weil etwas zu fühlen besser ist, als nichts zu fühlen. Langsam zieht sich die Dunkelheit zurück, entlässt mich aus ihrer Umarmung. Jetzt habe ich neben den Schmerzen auch Erinnerungen. Einige gute, einige schlechte – die mich in Wellen überkommen. Das zärtliche Lächeln meiner Mutter, während sie mir eine Gute-Nacht-

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