Ein stiller Name

1415 Words

Das Gift fragte dieses Mal nicht, es floss einfach. Nicht nach außen wie eine Wolke und nicht augenblicklich tödlich, sondern es sickerte in seine Haut wie Tinte in Pergament, blühte dunkel unter seinen Adern auf. Sein Schrei brach mitten darin ab und sein Körper zuckte, als der Terror die Arroganz verschlang. Die anderen zogen ihre Waffen, schrien und wichen zurück. Ich stand still, atmete gleichmäßig und sah zu, wie sie einer nach dem anderen starben (nicht schreiend und nicht um sich schlagend), sondern zusammenbrechend, als sich ihr eigenes verdorbenes Qi unter der Führung des Giftes gegen sie wandte. Als es endete, fiel eine schwere, absolute Stille und ich starrte auf meine Hände, kein Blut und keine Wunden. Nur das Echo von beendetem Leben, weil ich entschieden hatte, dass ich

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