Der Sektenmeister näherte sich langsam, ehrfürchtig, wie man sich einem lebenden Altar nähert. „Du hast getan, was kein Alpha, kein Alter und kein König je getan hat.“ Sie blickte zu ihm auf, erschöpft, aber ungebrochen. „Ich habe gewählt.“ Dann verbeugte er sich vor ihr und verwirrte alle, die die Szene miterlebten. Er verbeugte sich nicht, wie ein Herrscher sich vor einem anderen verbeugt, sondern wie ein Wächter sich dem Schicksal beugt. Und bei Tagesanbruch hatte sich die Festung verändert. Flüstern folgte ihr, nicht aus Angst, sondern aus Ehrfurcht. Manche knieten, manche beobachteten vorsichtig, während andere begannen zu hoffen. Sie stand am Rand des Berges und betrachtete den Sonnenaufgang, als Killian zu ihr trat, mit einem undurchschaubaren Ausdruck. „Der Rufer ist nicht f

