In jener Nacht lag Zillian wach auf einer schmalen Pritsche, während das Echo der Prüfung noch durch ihre Adern pulsierte, und irgendwo jenseits der Mauern rief Killian ihren Namen (leise, verzweifelt und lebendig). Sie schloss die Augen. Und zum ersten Mal seit ihrer Gefangennahme fühlte sie sich nicht machtlos. Aber sie fühlte sich gefährlich. Der Morgen kam ohne Sonnenlicht. Stattdessen kam er als ein Druck, niedrig und beständig, der sich wie ein angehaltener Atem über das Gelände des Ashen Fang legte. Zillian spürte ihn, noch bevor sie die Augen öffnete, die unnatürliche Stille drückte gegen ihre Brust, als würde der Berg selbst lauschen. Sie lag reglos da und zählte ihre Atemzüge. Die Prüfung war gerade erst beendet, doch ihr Echo lag noch immer in ihren Knochen, und ihr Wolf

