Die Nacht war lang, und Luan fand keinen Schlaf. Die Worte von Kael und Nina hallten in seinem Kopf wider, wie ein Echo, das nicht verhallte. „Ridley will dich. Du bist der Schlüssel.“ Aber der Schlüssel zu was? Das Rudel war still, jeder schien auf den nächsten Angriff zu warten. Die Anspannung lag wie eine unsichtbare Schlinge um Luans Brust, die sich bei jedem Atemzug enger zog. Er saß allein am Rand des Lagers, sein Blick wanderte über den dunklen Wald, der sich vor ihm erstreckte. Hier draußen war alles anders – unberechenbar, gefährlich. Doch tief in sich wusste er, dass er keine Wahl hatte. Kael trat aus den Schatten und setzte sich wortlos neben ihn. Für einen Moment herrschte Schweigen, nur das Rascheln der Blätter und das leise Zirpen der Grillen waren zu hören. »Du denkst zu v

