Die Nacht hatte das Dorf in einen tiefen, gespenstischen Schleier gehüllt. Nebel kroch durch die Gassen, legte sich wie ein schwerer Schleier auf die Dächer und die Felder. Der Mond, nur eine schmale Sichel, hing hoch am Himmel, und sein blasses Licht konnte die Schatten kaum lindern, die zwischen den Hütten tanzten. Überall lag eine gespannte Stille – die Dorfbewohner hatten die Schrecken der letzten Wochen noch nicht vergessen. Auf dem Dorfplatz saß der gefangene Späher, die Hände hinter dem Rücken gefesselt, sein Fell von Staub und Blut gezeichnet. Sein Blick war starr auf das Feuer gerichtet, und obwohl er still war, spürten alle um ihn herum die Spannung, die von ihm ausging. Jeder wusste: Dieser Wolf hatte Blut an den Pfoten. Elena stand am Rand des Platzes, den Blick fest auf ihn

