Das Arrangement Die kühle Luft in Andres Büro fühlte sich an wie eine Warnung. Ich saß auf dem sündhaft teuren Ledersessel und starrte auf den versiegelten Umschlag, der zwischen uns auf dem Schreibtisch lag. Mein Stolz brannte in meiner Brust wie Sodbrennen, aber die Realität meines Kontostands war ein eisiger Eimer Wasser, der jede Flamme sofort im Keim erstickte. „Keine Sorgerechtsverträge, Makisha. Keine Abfindungen“, begann Andre. Er lehnte sich zurück, die Finger locker ineinander verschränkt. Er wirkte entspannt, aber ich sah das leichte Zucken in seinem Kiefer. „Ich schlage etwas anderes vor. Ein temporäres Co-Parenting-Arrangement.“ Ich hob eine Braue. „Ein Arrangement? Das klingt nach einem Business-Deal, Andre. Wir reden hier über ein Kind, nicht über eine Fusion.“ „Genau de

