Chapter 12

1135 Words

Mirabellas Sicht Der Duft von Kaffee und frischem Gebäck hätte beruhigend wirken sollen. Stattdessen fühlte er sich wie eine grausame Verhöhnung der Normalität an in einem Haus, das nur wenige Stunden zuvor Zeuge unaussprechlicher Dinge geworden war. Ich saß am kleinen Frühstückstisch in der Nische neben dem Hauptspeisesaal und betrachtete das perfekt gedeckte Gedeck, das Maria vorbereitet hatte. Feines Porzellan, bemalt mit zarten Rosen, silbernes Besteck, das das Morgenlicht einfing, perfekt gebügelte Leinenservietten. Alles sah genauso aus wie gestern, als hätte sich die Welt über Nacht nicht um ihre Achse gedreht. Aber jetzt wusste ich es besser. Ich hörte die Schreie. Maria wuselte mit einer scheinbar gezwungenen Energie in der Küche umher, ihre sonst so anmutigen Bewegungen waren

Free reading for new users
Scan code to download app
Facebookexpand_more
  • author-avatar
    Writer
  • chap_listContents
  • likeADD