Alessandros Sicht Mein abhörsicheres Telefon klingelte gegen zehn Uhr. Ricardos Nummer. „Wir haben ein Problem“, sagte er ohne Umschweife. Mir wurde ganz flau im Magen. „Was für ein Problem?“ „So ein Problem, bei dem unsere Freundin in Portland vielleicht Hilfe braucht.“ Ich griff schon nach meiner Jacke. „Was ist passiert?“ „Sie hat angerufen. Sie hat nach Informationen über Menschenhändlernetzwerke an der Westküste gefragt. Sie meinte, sie bräuchte vielleicht mehr als nur Informationen.“ Ich blieb stehen. „Sie hat dich angerufen?“ „Vor etwa einer Stunde. Sie ermittelt wegen vermisster Frauen und glaubt, es hängt mit der alten Affäre zusammen.“ Stolz und Angst kämpften in meiner Brust. Stolz, dass Mirabella ihre Stärke gefunden hatte, Angst, dass sie sie nutzte, um sich in Gefahr

