XVII-1

2008 Words

XVIIDie Künstlerin Fröhlich dachte am folgenden Morgen lange nach, was sie in der Stadt zu besorgen haben könne, und als sie es gefunden hatte, ging sie. Sie schielte nach ihrem Spiegelbild in jedem Schaufenster; sie hatte für ihre Toilette zwei und eine halbe Stunde gebraucht. In ihrem Pulsschlag war ein bißchen Erwartungsfieber. Am Anfang der Siebenbergstraße, vor der Buchhandlung von Redlien blieb sie stehen – sie war noch nie vor der Buchhandlung stehen geblieben –, senkte den Kopf über die Auslage und spürte im Nacken einen angstvollen Kitzel, als sollte sogleich jemand hineingreifen. Da sprach es ihr in den Nacken: »Gnädige Frau? Sieht man sich mal wieder?« Sie zwang sich, indem sie sich wendete, zu anmutiger Langsamkeit in der Bewegung. »Ach? Herr Lohmann? Sind Sie auch wieder im

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