KAPITEL 21. MACHTVERSCHIEBUNG.

1687 Words

Der Morgen kam langsam in Elaras Atelier an. Licht fiel durch das hohe Fenster, blass und ruhig, und legte sich über den Holztisch, auf dem noch verstreut Restaurierungswerkzeuge vom Vorabend lagen. Der Raum trug den vertrauten Geruch von Lack, Staub und Papierfasern – eine Atmosphäre, die einst produktiv und sogar tröstlich wirkte. Jetzt fühlte sie sich schwer an. Elara saß am kleinen Küchentresen mit einer Schale Haferbrei, die sie kaum angerührt hatte. Ihr Telefon lag neben dem Löffel. Den ganzen Morgen über waren Benachrichtigungen eingetroffen, aber sie hatte sie zunächst ignoriert. Ignorieren war zu einer Form der Selbstverteidigung geworden. Der Druck hinter ihren Augen ließ alles langsamer erscheinen als gewöhnlich. Der Schlaf war nicht erholsam gewesen. Ihr Rücken schmerz

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