Dom

658 Words
Wie abgefuckt kann ein Leben nur sein? Nicht nur meine Karriere ist für den arsch jetzt muss auch noch ausgerechnet die Tochter der Freundin meines Vaters die schönste Frau sein die ich je gesehen habe und das sind dank meiner Profi Karriere als Hockeyspieler einige. Mal davon abgesehen das ich mir meinen 22. Geburtstag wirklich anders vorgestellt hatte. Der Tag fing für mich schon beschissen an als ich verschlafen hatte und zu spät zum Training kam. Als Rookie das schlimmste was einem passieren kann, klar war ich deswegen gleich bei meinem Coach und meinem captn unten durch. Die Partynacht um in meinen Geburtstag reinzufeiern half leider auch alles andere als im Training wenigstens ein bisschen zu glänzen. Nach 25 extra Runden in vollspeed übergab ich mich was mich zum gespött des Teams werden ließ. Alles in allem also ein wirklich beschissener Tag. Nicht mal mein eigener Vater interessierte sich für meinen Tag. Genervt von allem und jeden sitz ich in meinem Auto und fahre durch die Stadt ohne ein Ziel. Vielleicht sollte ich meine Jungs anrufen und schauen ob sie irgendetwas unternehmen wollen oder ich suche mir eins der Bunnys die mich all das vergessen lässt, zumindest für eine gewisse Zeit aber wenn ich diesen Schritt wieder gehe und es an die Öffentlichkeit gelangt kann ich meine Karriere total vergessen. Unterbewusst muss ich mich dazu entschieden haben nach Hause zu fahren denn kaum als ich die Umgebung genauer betrachte parke ich auch schon auf meinem üblichen Prakplatz. Das Rudelhaus prankt auf der Lichtung im Wald wie ein nobles Schloss. Der Mond scheint heute auch besonders hell denn morgen ist Vollmond was meinen Wolf ein wenig unruhig werden lässt. Den ganzen Abend über hat mir mein Vater bereits über die Gedankenverbindung seinen Unmut über mein Verhalten deutlich gemacht und mich wieder daran erinnert wie froh ich doch sein soll, dass er mir noch meine Freiheit lässt um Hockey zu spielen. Die Betonung liegt auf noch denn auch wenn ich es nicht möchte irgendwann muss ich mein Schiksal akzeptieren und den Platz als Alpha von meinem Vater übernehmen. Mein Wolf Raphael ertönt in meinem Kopf "Lass uns laufen gehen oder noch besser lass und diese Frau finden" er schnurrt bei dem Gedanken an Hailey was mich mit meinen Augen rollen lässt. "Rapha sie ist ein Mensch, verschwende nicht deine Zeit mit Gedanken an sie". Meine Aussage lässt meinen Wolf schmollen und er bockt wie ein kleines Kind " Sie ist hübsch und riecht so gut. Viel besser als jede zuvor! Außerdem hat ihre Mutter einen Wolf ich habe es ganz genau gespürt!" Genervt steige ich aus meinem Auto und lasse Raphael weiter in meinem Kopf schmollen. Als mein Vater mir vor ein paar Monaten gesagt hat er hätte eine neue Freundin hat mich das ziemlich überrascht. Seit meine Mutter vor 18 Jahren von einem abtrünnigen Wolf getötet wurde hat er keine Frau mehr angesehen geschweige denn mir vorgestellt. Rose ist die erste Frau die mehr als nur ein One-night-stand für ihn ist. Auch wenn ich mich nicht mehr wirklich an meine Mutter erinnere habe ich keine Lust "Happy Family" zu spielen. Und schon gar nicht wenn Rose Tochter mir und meinem Wolf den Verstand raubt. "Lass uns endlich laufen" Raphael ist noch immer unruhig und lässt mich kaum einen klaren Gedanken fassen. "Komm schon bevor dein Vater zurück kommt und uns eine Standpauke hält". Ich gebe Raphael recht und laufe in den Wald um meine Kleidung an einem der vielen verstecke unter Baumwurzeln abzulegen. Kaum verwandelt rennt Raphael los. Hier im Wald auf Rudelgebiet kann ich endlich meinen Kopf abschalten und die Natur genießen, die feuchte Erde die sich unter meinen Pfoten befindet und die Bäume die im Augenwinkel an mir vorbei ziehen. Als ich am Rand zum Wasserfall stehen bleibe taucht Kael der Wolf meines Vaters neben mir auf. Als er sich zurück verwandelt bleibt mir nichts anderes übrig als es auch zu tun. "Dom, wir sollten uns unterhalten!"
Free reading for new users
Scan code to download app
Facebookexpand_more
  • author-avatar
    Writer
  • chap_listContents
  • likeADD