Kapitel 15: Das Flüstern des Himmels

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Selene begann zu zittern. „Ich höre ihn klarer“, flüsterte sie. „Er sagt... er sagt, dass ich ein Fehler bin. Dass drei nicht harmonieren können. Dass ich mich entscheiden muss. Sonst sterben alle, die ich liebe.“ Liesel drückte ihre Hand. „Du musst dich nicht entscheiden. Wir haben uns schon entschieden. Für dich. Für alles.“ Der Tempel der Himmelsspitze war kein Gebäude mehr. Er war eine Ruine aus weißem Marmor, überzogen von ewigem Eis. In der Mitte ragte ein riesiger Obelisk auf, der bis in die Wolken reichte. Oben darauf glühte ein einzelnes, riesiges Auge aus purem Weiß. Es blinzelte nicht. Es starrte. Als sie den Vorplatz erreichten, öffnete sich der Himmel. Sterne fielen nicht mehr einzeln. Sie fielen wie Regen. Weißes Feuer prasselte herab. Solvar brüllte. Sein goldenes Lich

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