Kapitel 20 Die Spannung liegt wie ein unsichtbares Gewicht in der Luft, während ich die Augen zusammenkneife und meinen Blick auf das Notizbuch vor mir richte. Jeder Versuch, die Buchstaben und Zahlen auf der Seite zu verstehen, scheitert kläglich. Mein Kopf ist einfach zu voll. Zu viele Gedanken, zu viele ungeklärte Fragen. Als Leons Stimme die Stille durchbricht, zucke ich leicht zusammen. „Ayra? Alles in Ordnung?“ Ich schaue auf. Seine grünen Augen sehen mich durchdringend an, und ich merke, dass ich wieder einmal zu sehr in meinen Gedanken gefangen war. „Ja, alles gut. Ich versuche nur, den Kopf freizukriegen.“ Er zieht eine Augenbraue hoch und lässt sich in den Stuhl gegenüber fallen. „Du wirkst nicht gerade überzeugt.“ „Vielleicht bin ich das auch nicht.“ Ich lehne mich zurück u

