Isabellas Sicht Ein Kloß der Angst steckt mir in der Kehle, als sich unsere Blicke treffen. Ich sehe hastig weg, während Schuld und Verlegenheit durch mich hindurchkriechen. Ich kann nicht fassen, dass ich meinem Chef ausgerechnet in einem Club begegne – und ich weiß nicht einmal, warum er so wütend ist, nur weil ich hier bin. Schließlich schlucke ich den Kloß hinunter, nicke ihm zögerlich zu. Die Musik hat bereits begonnen, und ich suche mit den Augen nach Juliet, dort, wo ich sie zurückgelassen habe – aber sie ist nicht da. Ich hatte sie dort gelassen, weil ich zur Toilette musste. Wir hatten nicht darüber gesprochen, warum ich eigentlich hier bin; sie schimpfte über irgendetwas, dem ich keine Beachtung schenkte. Meine Gedanken waren meilenweit entfernt. Denken. Zweifeln. Grübeln.

