Ich saß zum zweiten Mal in der Badewanne. Dieselbe Behandlung. Dieselben Gesichter und dieselbe Wärme. Das Bad war ein Heiligtum aus Dampf und duftenden Ölen. Es fühlte sich an wie ein letzter Akt der Gnade, wie ein Ritual vor dem Opfer. Sie kleideten mich in ein Kleid aus cremefarbener Seide, dessen Gewicht eine feierliche Last war, dessen Textur fremd auf meiner Haut lag. Der Stoff schmiegte sich an jede meiner Kurven, ein wunderschönes Leichentuch für eine sterbende Hoffnung. Sie flochten einen Kranz aus Wildblumen in mein Haar, jedes zarte Blütenblatt ein Flüstern eines Lebens, das ich gleich verlieren würde. Mein Spiegelbild starrte mich aus dem Spiegel an, die Augen hohle Teiche der Trauer. Man führte mich einen langen Korridor entlang. Die Luft wurde d**k vom Duft tausender Blum

