Kapitel 10

1123 Words

Mein Zimmer fühlte sich kälter an als sonst. Ich lag auf dem riesigen Bett, die weiche Daunendecke bot keinen Trost, sondern verstärkte nur das hohle Trommeln des Wartens. Warten … Warten auf die Nachricht. Ich war Teil des Rudels. Und doch, als ob es mich nicht betreffen würde, hoffte ich auf einen Krieg. Einen Krieg, der Jonathan und den Alpha-König eine Weile vom Palast fernhalten würde. Jedes Knarren der Dielen, jede ferne Stimme raubte mir den Atem, drehte die Stille zu einem Knoten aus Erwartung. Meine Finger zeichneten die feine Stickerei des Kissenbezugs nach, ein vergeblicher Versuch, mich in der Realität zu verankern. Die Stille dehnte sich, ein straff gespanntes Seil, bereit zu reißen. Dann schwang die Tür ohne Klopfen auf. Isabella. Genau wie sie damals hereingekommen war,

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