Liz hatte die Insel verlassen, und mit ihr schien der letzte Rest an Vernunft aus diesem Haus gewichen zu sein. Sie hatte Nihan mit Wahrheiten zurückgelassen, die wie brennendes Öl auf ein offenes Feuer wirkten. Nihan stand noch lange starr auf der Terrasse, während sie dem abfahrenden Boot nachsah. Die Worte von Liz hallten in ihrem Kopf wider: *„Er liebt sie... sein ganzes Vergnügen findet er nur bei ihr... sie trägt sein Kind.“* Jedes dieser Worte fühlte sich an wie ein Peitschenhieb auf Nihans stolze Seele. Sie, die Enkelin des mächtigsten Waffenhändlers, die Frau, die für Heraklion getötet und betrogen hatte, wurde nun ersetzt durch eine „einfache“ Frau, die nichts als ihre Schönheit und nun ihre Schwangerschaft besaß. In Nihans Welt gab es für eine solche Demütigung nur eine Antwort

