7.

1331 Words
~Xyana~ "Du gewinnst", sagt Oona mürrisch. Ich war nicht so erpicht darauf, mit einem Welpen in ihrem Alter Schach zu spielen, aber ihre Nanny versicherte mir, dass Oona immer spielt und gut ist. "Sie ist gut im Spiel", sagt Declan an der Tür. "Das ist sie wirklich", antworte ich ihm. Ich gewinne zwar das Spiel, aber Oona macht es mir auch nicht gerade leicht. Er geht in Oonas Spielzimmer und setzt sich lächelnd hin. "Ich wollte schon lange etwas Zeit mit dir verbringen, Hübscher. Aber das Rudel bereitet sich auf die jährliche Paarungszeremonie vor, die bei uns jedes Jahr stattfindet. Wir arbeiten also verstärkt daran, mehr Kriegerrekruten zu bekommen, um die Sicherheit zu erhöhen." Er erklärt. "Eine jährliche Paarungszeremonie? Wann wird das sein?" "Du würdest dich wundern, denn es ist noch ein paar Monate hin. Etwa drei Monate und ein paar Tage." "Und die Krieger nehmen ihr Training bereits ernst?" frage ich ihn. "Ja. Ich kann mich nicht mehr an das Zeug erinnern, das man über eine starke Vorbereitung sagt." Er zwinkert mir zu, während Oona das Schachbrett zusammenpackt. Sie geht mit dem Brett an mir vorbei und schiebt mir ein handgemachtes kleines Buch mit ein paar Seiten in die rechte Handfläche. "Du kannst es jetzt lesen." Sie sagt: "Bones wird mich nicht verraten." Ich lächle sie an und schaue mir das Stück Papier an. Auf dem Umschlag ist ein Turner mit langen Haaren abgebildet. Der Titel ist in Großbuchstaben geschrieben: "WIE MAN MEINEN SWEET CHUBBY CHEEKS XYANA dazu bringt, meinen Dad zu überreden, ein GYMNASIUM FÜR DAS PACK zu bauen." Ich grinse über den sorgfältig geschriebenen Titel und ignoriere Declans warnendes Knurren, als er sich mir zuwendet. "Sie wird dich dazu bringen, Dinge zu tun, bei denen du dich niemals erwischen lassen würdest. Lass sie das nicht mit dir machen." "Macht sie das mit dir?" Er kichert und nickt, "die da", er deutet auf Oona, die gerade das Schachbrett in das Spielregal schiebt. "Sie hat sich darauf spezialisiert, Männer in die Knie zu zwingen. Ich würde sie an deiner Stelle meiden." "Ja, wenn sie das bei Bones geschafft hat, heißt das nur, dass ich so leicht für sie sein werde." "Jetzt hast du es verstanden." Er lächelt triumphierend. Als ich das Buch aufschlage, wird mir bei den Zeichnungen auf jeder Seite wärmer ums Herz, und neben jeder Zeichnung steht eine Erklärung über die Vorteile einer Turnhalle im Rudel. Schmunzelnd kommt Oona herüber und schlägt Declan auf den Arm. "Ich hatte nicht vor, deine Frau zu essen, Bones. Wir haben nur Schach gespielt." "Das kann ich sehen." "Ich weiß, dass du nicht gehen willst. Also lasse ich euch Erwachsene einfach in Ruhe euer Ding machen. Bringt bitte nicht mein Spielzimmer durcheinander." warnt Oona. "Das werden wir nicht", versichere ich ihr. Sie verlässt den Raum. Meine Augen klebten noch immer an Oonas kleinem Buch, als ich Declan neben mir spürte. "Bekomme ich auch Oonas Zettel zu sehen?" Ich schüttele kichernd den Kopf. "Er ist nur für mich bestimmt." "Das tut weh", sagt er finster und reibt sich mit der Hand über das Gesicht, während er versucht, den Inhalt des Buches zu sehen, das ich in der Hand halte. "Deine Augen und dein Lächeln sind perfekt." sagt Declan plötzlich. "Verdammt, das wird ein harter Wettbewerb zwischen meinen Brüdern und mir um dich." Er seufzt. "Natürlich nicht." Ich schalte mich schnell ein. "Du hast nicht vor, uns gegeneinander antreten zu lassen?" Seine Frage überrascht mich. Ich starre ihn verwirrt an: "Dazu habe ich nicht einmal die Macht." "Außer du hast sie." Er antwortet: "Wir sind erwachsene Männer, aber glaube mir, Hübscher, wir werden alles tun, was du willst, ohne Fragen zu stellen. Keiner von uns will dich verlieren." Er schockiert mich mit dieser Enthüllung. Ich öffne den Mund, um zu sprechen, aber es kommen keine Worte heraus. Dann schüttele ich den Kopf: "Ich habe solche Macht über dich und deine Brüder?" ertappe ich mich dabei, wie ich ihn frage, während mein zweifelnder Verstand überläuft. "Das hast du." Er nickt. Er streckt seinen Arm aus und legt seine Finger in einem sanften Rhythmus auf meine. "Ich würde mich nie zwischen dich und deine Brüder stellen", schwöre ich ihm. Unsere Blicke treffen sich, und sein Lächeln ist so schön, dass ich mich erfüllt fühle, dass ich ihm ein so süßes Lächeln entlocken kann. Mein verrückter Verstand kehrt in die Realität zurück, als ich merke, dass er das kleine Buch, das Oona mir geschenkt hat, weggeschnappt hat. "Bones, das ist meins", rief ich ihm hinterher, als er in einen anderen Teil des Raumes eilte und kurz innehielt, um den Inhalt des Buches zu lesen. In einer Minute bin ich auf ihm, ziehe und zerre an seinen Armen, um ihm das Buch abzunehmen. Unser Lachen schallt durch die Wände des Zimmers. Als er schließlich aufgibt und sich umdreht, um mir das Buch zurückzugeben, treffen sich unsere Blicke, und unsere Lippen sind nur wenige Zentimeter voneinander entfernt. "Geh weg von ihr, Declan." Die Stimme von Dion lenkt uns ab. Declans Arm legt sich um meine Taille, aber er bewegt seine Lippen von meinen weg. "Hallo, Diony." Ruft er seinen Bruder. "Was glaubst du, was du da tust?" Dion schießt auf ihn zu. "Ich verbringe Zeit mit meinem Kumpel", antwortet Declan lässig. "Was ist los mit dir?" höre ich Clifton hinter Dion fragen. 'Seit wann ist er hier?' Als ich mich umdrehe, um ihn anzusehen, starrt er mich bereits an. Das bedeutet, dass seine Frage an mich gerichtet ist. Ich zische und richte mein Gesicht fragend auf ihn. "Hast du ein Problem mit mir?" "Ja!" Er schnappt zu. "Bist du wolflos?" Im Raum herrscht absolute Stille. Declan starrt Clifton an, seine Hand wird ein bisschen fester an meiner Taille, während die Wut aus seinem Körper strömt. "Du Arschloch!" Dion schreit Clifton an. "Ihr Wolf ist genau dort. Wir müssen uns nur noch ihrer würdig erweisen, verdammt noch mal. Warum bringst du alles durcheinander? Wenn du so weitermachst, wird sie uns zurückweisen. Kannst du nicht mal einen Moment innehalten und nachdenken? Wenn du sie nicht willst, will ich sie! Ich will sie wie die verdammte Luft zum Atmen." "Ich bin nicht wolflos", sage ich, unterbreche Dion und korrigiere Cliftons aufmüpfige Bemerkung. Cliftons Blick wandert von Dion zu mir; "dann will ich deinen verdammten Wolf spüren." Sagt er zu mir. Juno schnaubt und sagt in meinem Kopf: "Du wirst mich nie spüren, du verdammte Abscheulichkeit von einem Mann. Clifton erstarrt und starrt mich mit weit aufgerissenen Augen an. "Was hast du gerade zu mir gesagt?" fragt er. "Wie hast du mich gerade genannt?" Gleichzeitig dreht er sich zu seinen Brüdern um. "Habt ihr das gehört?" "Was?" fragt Dion. "Du hast sie nicht gehört", sagt Clif mehr zu sich selbst und schüttelt den Kopf. "Hast du gehört, wie sie mich genannt hat, Declan?" "Xyana hat dich nicht mehr genannt, seit du hier bist." Declan schnappt zu. "Nein, nein, nein. Sie hat mich eine verdammte Abscheulichkeit von einem Mann genannt!" "Wie konnte er Juno hören? Keiner von uns kann den Wolf des anderen hören. Das ist nicht möglich, es ist gegen die Dynamik der Natur. Wie konnte er das tun?' Zu diesem Zeitpunkt ist er wütend. Also entziehe ich mich Declans Griff und laufe eilig zur Tür. Aber Clifton ist schneller. Er packt mich von hinten, wirft mich über seine Schulter und marschiert aus dem Zimmer. Im einen Moment sind wir auf dem Flur auf dem Weg nach Gott weiß wohin", während Dion und Declan hinter uns herlaufen, um Clifton aufzuhalten. Im nächsten Moment verschwinden wir und tauchen in einem unbekannten Raum auf. Mein Kopf ist benebelt, meine Augen drehen sich, und die Verwirrung macht mir fast den Verstand kaputt. Was ist gerade passiert? Spielt mir mein Verstand einen Streich?' Clifton setzt mich auf einem Bett in einem unbekannten Raum ab, klappt die Türriegel zu und schließt die Fenster. Dann dreht er sich mit einem bösen Grinsen auf den Lippen zu mir um. "Ich werde dir zeigen, was eine 'Abomination' mit dir anstellen kann."
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