13 Naomi wischte sich die Tränen mit dem Handrücken von der Wange, als sie zusah, wie Megan der schlafenden Emma vorlas. Es brach ihr das Herz, das kleine Mädchen im Krankenhausbett liegen zu sehen. Ihr winziger Körper verschwand in einem Meer aus weiß: weiße Verbände um ihre Arme und Hände, weiße Bettlaken und Kissen und die weißen Wände des Krankenhauszimmers. Naomis Gefühle wechselten zwischen verzweifeltem Mitgefühl für Emma und überschwänglicher Freude darüber, dass Chuy am Leben war. Sie hatte Jeremy nicht geglaubt, als er ihr gesagt hatte, dass Chuy noch lebte, bis sie ihn gesehen hatte, wie er, auf einen Feuerwehrmann gestützt, mit dessen Hilfe aus dem Haus gehumpelt kam. Sie hatte vor Erleichterung an Jeremys Brust geweint, bis ein weiterer Feuerwehrmann mit Emma in den Armen h

