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1465 Words
Sie wollte den blutüberströmten Mann nicht einmal auf ihr Bett legen, also legte sie ihn auf das Sofa; das Ledersofa ließ sich leichter reinigen. Es war nicht leicht, ihn den ganzen Weg hierher zu stützen, und er ließ die Waffe in seiner Hand zu keinem Zeitpunkt los. „Leg dich hin, ich hole alles, was ich brauche, um deine Wunde zu versorgen. Bleib einfach ruhig.“ Als jemand, der alles unter Kontrolle haben wollte, hatte sie im Notfall alles im Haus, was sie brauchte – von der Narkose bis hin zum Rest. Ihre Vorsichtsmaßnahmen galten als paranoid, aber in diesem Moment bestätigte es nur, dass sie Recht hatte, alles im Haus zu haben. Sie holte alles heraus, was sie brauchte, räumte einiges beiseite und legte eine Plastikfolie neben das Sofa, falls das Blut des Verletzten auf den Boden spritzen sollte. Sie sterilisierte alles und begann mit meiner Arbeit. „Ich öffne jetzt dein Hemd. Versuch, dich von jetzt an nicht mehr zu bewegen.“ Der Mann machte eine leichte Augenbewegung, als wolle er sie bestätigen. Er hatte keine Kraft mehr. Er hatte viel Blut verloren und brauchte sofort eine Transfusion. Die Hand, in die sie das Blut geben musste, hielt noch immer die Pistole. „Kann ich Ihre Pistole vorerst weglegen? Ich muss eine improvisierte Transfusion durchführen, und Sie können sie nicht länger halten. Wenn Sie mir nicht vertrauen, wechseln Sie bitte die Hand.“ Sie fragte höflich und freundlich. Sie war nicht so dumm, sich dem bewaffneten Sterbenden zu stellen. Der Mann sah sie mit fast geschlossenen Augen an und reichte ihr die Pistole. Sie nahm sie ungeschickt und legte sie auf den Boden. Der Mann versuchte etwas zu sagen, wurde aber ohnmächtig, bevor er es konnte. Sie musste sich beeilen, ihr Blutdruck sank rapide, und das war nicht gut. „Halten Sie durch“, sagte sie, obwohl er sie nicht hören konnte. Schweiß tropfte ihm bereits übers Gesicht. In dieser Position und ohne die nötige Ausrüstung war es noch angespannter, weiterzumachen. Sie war bereits am zweiten Blutbeutel. Meine Blutgruppe war 0-, also wusste sie, dass sie Universalspenderin war. Aber in diesem Moment hatte sie keine Möglichkeit, einen anderen Spender zu bekommen, und konnte nicht böse sein, selbst wenn sie wusste, dass er wahrscheinlich ein Verbrecher war, oder Gott weiß was. Nachdem sie die Wunde genäht, abgedeckt und seine Vitalfunktionen erneut überprüft hatte, konnte sie endlich innehalten und den Mann betrachten. Seine Bauchmuskeln waren gut ausgeprägt, ein paar Haarsträhnen begannen auf seiner Brust zu wachsen. Sein Gesicht war attraktiv, ein paar Strähnen seines blonden Haares fielen ihm in die Stirn, und er hatte eine Narbe in der Nähe seines Ohrs. Die Narbe verlieh ihm sogar einen gewissen Charme. Sie begann, die Einzelheiten dieses schönen und virilen Mannes auf meinem Sofa zu betrachten. Unbewusst biss sie sich auf die Lippe, bis ihr klar wurde, was sie tat. „Lass dich nicht von deinen Wünschen leiten, konzentrier dich, Freya, konzentrier dich.“ Sie sprach mit sich selbst, um sich zu konzentrieren. Sie begann darüber nachzudenken, was sie mit dem Mann dort tun und wen sie anrufen könnte. Jemand musste nach ihm suchen. Seine Familie oder sein Chef, irgendjemand. Sie durchsuchte seine Tasche nach einem Handy und fand eines, aber es war leer. Zum Glück war es das gleiche Modell wie ihres, sodass ihr Ladegerät funktionieren würde. Sie war müde. Nachdem sie noch einmal nach dem Patienten gesehen hatte, steckte sie sein Handy zum Aufladen ein und ging duschen. Die frühen Morgenstunden waren anstrengend gewesen, ihr ganzer Tagesablauf war durch eine Bandenschlägerei gestört worden; erst bewaffnete Männer im Krankenhaus, dann in ihrer Wohnung. Sie beendete die wohlverdiente Dusche und überprüfte den Akkustand. Sie schaltete das Handy ein, in der Hoffnung, dass ihn jemand anrufen würde. Sie trocknete sich weiter die Haare und ging erneut, um seinen Blutdruck zu messen. Sie hatte nicht die nötige Ausrüstung, um ihn angeschlossen zu halten, also musste sie ihn regelmäßig kontrollieren. Die Bluttransfusion war bereits erfolgt, aber die Infusionen waren noch bei ihm. Diese enthielten Schmerzmittel und Entzündungshemmer, die sehr hilfreich sein würden. Sein Blut war bereits gereinigt, und alles war aus dem Wohnzimmer geräumt. Sie setzte sich auf ein Kissen neben den Fremden, und wenn die Zeit für die neue Untersuchung gekommen war, würde sie in der Nähe sein. Ihre Erschöpfung übermannte sie, und sie schlief sofort ein. Ihre Arme lagen auf dem Sofa, und ihr Kopf ruhte darauf. Der Mann neben ihr wachte auf und versuchte zu erkennen, wo er war und wie die Situation war. Als er Freya neben sich schlafen sah, erinnerte er sich und hob leicht den Kopf. Er sah, dass seine Verletzung behandelt und verbunden worden war. Er war nicht tot – und das war der Frau vor ihm zu verdanken. Freyas Schlaf war so tief, dass sie nicht aufwachte, als der Mann sich auf die Couch legte. Der Mann starrte sie an, während sie verlegen dalag. Er strich Freya eine Haarsträhne aus der Stirn und musterte in Gedanken die zarten Züge der Frau, die ihm das Leben gerettet hatte. Ihr Gewand war oben leicht geöffnet und gab den Blick auf glatte, helle Haut frei. Er fand sie sehr sexy. Der Mann drehte den Kopf zurück und blickte zur Decke. Er stellte sich vor, wie schön diese Haut aussehen würde, leicht gerötet von Bissen und Küssen. Er schüttelte den Kopf und holte tief Luft. Dies war nicht der richtige Zeitpunkt für schmutzige Gedanken. Wahrscheinlich war die Dame in einer Beziehung, und seine jüngste Liebeserfahrung hatte ihm dieses Chaos beschert. Im Moment gab es Wichtigeres zu erledigen. Er musste mit dem erlittenen Verrat fertig werden und seine Männer kontaktieren. Er durchsuchte seine Taschen, aber sein Handy war nicht da. Wäre es ausgeschaltet, könnten seine Männer ihn nicht orten. Wahrscheinlich zog die Dame es aus seiner Tasche. Er versuchte aufzustehen, doch die Schmerzen hinderten ihn daran. Wenn er versuchte, sich abzustützen, würde er die Dame wahrscheinlich wecken; sie wirkte müde, und ihr Schlaf dort war auch ziemlich süß. Während er darüber nachdachte, wie er aufstehen könnte, ohne sie zu wecken, hörte er die Türklingel. Er schloss die Augen und tat so, als schliefe er noch. Sie spürte die Bewegung des Mannes auf dem Sofa, und das Geräusch des Besuchers weckte sie auf. Langsam öffnete sie die Augen und sah ihn auf die Tür zugehen. Freya blickte auf die Uhr, und es war bereits nach vier Uhr morgens. „Wer könnte es um diese Uhrzeit sein?“, fragte sie sich. Sie blickte auf die Schalttafel und sah einige Männer in Anzügen vor dem Tor stehen. Freya wurde unruhig und drückte auf die Sprechanlage. „Ja, wer ist da?“ Ein Mann, der näher an der Sprechanlage stand, näherte sich. „Wir holen unseren Chef ab.“ Freya fragte sich, woher sie wussten, dass der Mann da war, erinnerte sich aber daran, dass sie das Handy eingeschaltet hatte, in der Hoffnung, dass jemand anrufen würde, um seinen Standort zu ermitteln. Freya wusste nicht, ob sie ihm vertrauen und die Tür öffnen konnte. Was, wenn es nicht seine Männer waren? Was, wenn es die Männer waren, die ihn erschossen hatten? Und wenn sie ihn genau dort töteten? Viele Fragen gingen ihr durch den Kopf, und sie erschrak, als sie eine starke, feste Stimme neben ihrem Ohr hörte. „Das sind meine Männer.“ Freya erschrak und drehte sich schnell um und lehnte sich an die Wand neben der Sprechanlage. Ihr Herzschlag beschleunigte sich, als sie den Mann so nah vor sich stehen sah. Der Mann beugte sich etwas näher und blickte wieder auf die Sprechanlage. Sein Gesicht war nun Freyas Gesicht ganz nah, die immer noch starrte und nicht wusste, was sie tun sollte. Der Mann starrte Freya aus der Nähe an und sprach erneut. „Hallo, das sind meine Männer. Könnten Sie bitte das Tor öffnen?“ Freya war wie gelähmt, als diese schwarzen Augen sie anstarrten. Sie räusperte sich, schaute in die andere Richtung und nickte. Dann drehte sie sich um, und der Mann trat ein Stück zurück, sodass sie die Sprechanlage benutzen konnte. Sie drückte einen Knopf, und das Tor öffnete sich. Sie erwiderte ihren Blick und sah den Mann vor sich an. Der Mann näherte sich Freya, nahm beide Hände und zog ihren Bademantel zurecht, sodass ihre halb entblößte Brust vollständig bedeckt war. Während er ihn zurechtrückte, achtete er darauf, dass sein Finger die nackte, weiche Haut streifte, die bedeckt war. Freya zitterte leicht, als sie spürte, wie der Finger des anderen über ihre Haut glitt. Sie sah ihn wieder an, und der Mann vor ihr erwiderte den Blick, grinste und sprach: „Ich möchte nicht, dass meine Männer dich so entblößt sehen. Das war ein kurzer Genuss nur für mich.“ Freya sah ihn noch ungläubiger an angesichts dessen, was sie gerade gehört hatte.
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